Keine Zerschneidung von
Lebensräumen und Wäldern durch
Windenergieanlagen!
Schutz der Lebensräume –
Schutz der Biodiversität

Von Dr. Dorothee Killmann & Prof. Dr. Eberhard Fischer


Quelle:

Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Bundesweit anerkannter Naturschutzverband

https://naturschutz-initiative.de/wissen/publikationen/keine-windenergie-im-wald/

Durch die Fragmentierung der Wälder wird ein genetischer Austausch der Arten weitgehend unterbunden
Die Lebensräume für Tiere und Pflanzen sind in Deutschland 
häufig zerschnitten und nur noch fragmentarisch ausgebildet.
Durch diese Fragmentierung wird ein genetischer Austausch
der Arten weitgehend unterbunden. Daher ist es wichtig,
die noch vorhandenen Lebensräume nicht zu zerschneiden,
auch nicht durch Windenergieanlagen. Im Gegenteil: die rest
lichen Flächen sollten sogar verstärkt vernetzt werden.

Aber nicht nur für den genetischen Austausch spielen unzerschnittene,
großflächige Lebensräume eine wichtige Rolle.

So haben naturnahe, ausgedehnte Wälder eine besseres Mikro
klima als Waldfragmente. Sie spielen daher für die Kühlung der
Landschaft eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind sie auch Le
bensraum für seltene und hochgradig gefährdete Arten, wie einer
seits die Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) und andererseits den
Luchs (Lynx lynx). Beide Arten sind in Deutschland vom Ausster
ben bedroht. Die Lungenflechte war früher in Deutschland weit
verbreitet, ist jedoch durch Waldzerstörung und
Luftverschmutzung extrem stark zurück gegangen.
Der Luchs benötigt große Waldareale als Lebensraum und ist prinzipiell in Ausbreitung
begriffen (Harz, Pfälzer Wald, Bayerischer Wald). Durch eine Frag
mentierung von Wäldern würde diese Ausbreitung des Luchses
nicht nur gestoppt, sondern die Tendenz wäre sogar rückläufig.
Dies sind nur zwei Beispiele von gefährdeten Flaggschiffarten.
Eine intakte Natur ist für uns und für das gesamte Ökosystem Erde wichtig.