Von Wolfgang Stoiber
Quelle:
Naturschutzinitiative e.V. (NI)
Bundesweit anerkannter Naturschutzverband
https://naturschutz-initiative.de/wissen/publikationen/keine-windenergie-im-wald/

Der Naturschutzverband NuKLA e.V. (Naturschutz und Kunst – Lebendige Auen e.V.) lehnt Windenergieanlagen in Wäldern und in Schutzgebieten jedweder Kategorie kategorisch ab.
Auch wenn eine Energiewende unabdingbar ist und der Verbrauch fossiler Brennstoffe drastisch reduziert werden muss -wie der gesamte Energieverbrauch insgesamt – stellen Windenergieanlagen Industrieanlagen dar, die somit auch auf
Industriegebiete u. ä. zu beschränken sind.
Die Klimakrise ist besorgniserregend. Es muss jedoch immer wieder betont werden, dass sich die Biodiversitätskrise als sechstes globales Artensterben als die gravierendere Krise auf unserem Planeten abzeichnet.
Die Wälder sind unsere stärksten Verbündeten im Kampf gegen den Verlust an Biodiversität, der Lebensraumverluste, dem Artensterben und der Klimaveränderung. Wir müssen unsere Wälder erhalten und in ihrer natürlichen Entwicklungsdynamik stärken. Sie dürfen nicht durch technische Anlagen
weiter zerstört und fragmentiert werden. Professor Dr. PierreIbisch und seine Arbeitsgruppe von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde weist immer wieder auf die wichtigen Kühlungseffekte von Wäldern hin. Für den Förster und Autor Peter Wohlleben sind Windräder im Wald zurecht „Irrsinn im Quadrat“.
Das neue „Eckpunktepapier zur „Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land“ ist nicht nur eine Mogelpackung, sondern eine Katastrophe für den Natur-, Arten-und Landschaftsschutz.
Vorgelegt durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesumweltministerin Steffi Lemke, Mitglieder der Partei, die sich selbst als grün bezeichnen, sollen wichtige Errungenschaften der letzten Jahrzehnte im gesetzlichen Naturschutz „handstreichartig“ einfach über Bord geworfen werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Kollisionsgefährdung von Vogelarten wie Rotmilan, Mäusebussard oder Seeadler werden ignoriert, europäisches Recht z.B. zum Tötungsverbot von Vögeln und Fledermäusen oder zu Ausnahmegründen für die artenschutzrechtlichen Verbote werden missachtet.
Auch die Planungen, Landschaftsschutzgebiete für die Errichtung von Windindustrieanlagen zu öffnen, sind für uns verantwortungslos. Landschaftsschutzgebiete dienen dem Schutz von Landschaften und nicht ihrer Industrialisierung.


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