Unterstützen sie uns mit einer Spende

Die Bürgerinitiative bekräftigt ihr grundlegendes Bekenntnis zu erneuerbaren Energien. Gleichzeitig ist sie nicht generell gegen Windkraft.. Ihr Engagement richtet sich jedoch mit aller Entschiedenheit gegen die konkrete Umsetzung dieser industriellen Großprojekte in der vorliegenden Form und an den geplanten Standorten.
Keine Windkraft im Wald und in Schutzgebieten – Konzentration auf vorbelastete Flächen:
Die BI fordert eine klare Priorisierung des Natur- und Waldschutzes. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Errichtung von Windkraftanlagen dürfen ausschließlich auf Nichtwaldflächen erfolgen, die sowieso bereits von Infrastruktur und Technologie vorbelastet sind ( z.B. entlang von Autobahnen, auf Industriebrachen). Dies wird auch von führenden Experten befürwortet.
Benachteiligung der Anwohner – Kein Windindustriegebiet für den ganzen Landkreis:
Die BI kritisiert die unfaire Lastenverteilung. Die massive Konzentration von elf Riesenanlagen in den Gemeinden Pemfling, Rötz und Waffenbrunn benachteiligt die Menschen, die im Nah- und Sichtbereich dieser Anlagen wohnen. „Wir werden niemals akzeptieren, dass unsere Heimat zum Windindustriegebiet für den gesamten Landkreis Cham wird. Diese unfaire Behandlung lehnen wir entschieden ab“.
Erhalt des Landschaftsbildes und der Lebendqualität:
Die BI weist darauf hin, dass der Bau dieser riesigen Anlagen die Schönheit unserer Kulturlandschaft für immer zerstören würde. Der Wald in unserer Region ist nicht nur ein ökologisch wertvoller Lebensraum, sondern auch ein zentraler Ort der Erholung, der Ruhe und der Lebensqualität für die hier wohnenden Menschen. Die BI tritt für den Erhalt dieses einzigartigen Landschaftsbildes ein. Unserer Kinder sollen die Landschaft so pur und unverbaut erleben dürfen wie wir und unsere Eltern und Großeltern.
Gesundheitliche Risiken und negative Auswirkungen auf den Menschen:
Die BI verlangt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit potenziellen Gesundheitsgefahren durch permanente Geräusche, viele Kilometer weit reichenden Infraschall, Schattenwurf und ständige Rotation der Anlagen. Auch die Emission von Mikroplastik, krebserregender Bisphenol-A-haltiger Epoxidharzverbindungen die Kilometerweit um das Windrad verbreitet werden und PFAS ist hier zu nennen. Besonders befürchtet die BI negative Auswirkungen für Familien mit Kindern. Vieles werde in der derzeitigen Genehmigungspraxis nicht ausreichend geprüft und sei nicht ausreichend erforscht.
Die ökologische Katastrophe:
Die BI bemängelt, dass oft verwiegen wird, dass für jedes Windrad tausende Tonnen Beton in den Boden gepumpt werden. Fundamente, die niemals wieder entfernt werden. Zuwegungen zerschneiden Wälder. Und das alles für eine Technologie, die bei Flaute keinen einzigen Kilowatt liefert. In Bayern stehen die Windräder durchschnittlich 70% der Zeit still. Dafür wollen wir unsere letzten intakten Naturräume nicht opfern.
Wertminderung von Immobilien:
Die BI weist auf die auf die belegte Wertminderung von Immobilien im Einzugsgebiet von Windkraftanlagen hin. Eine Studie des RWI-Leibnitz-Instituts ergab, dass dieser Effekt bei älteren Häusern in ländlichen Gebieten besonders stark ausgeprägt ist und erst ab einen Abstand von acht bis neun Kilometern nicht mehr feststellbar ist. Einige Anwohner haben auch erst neu gebaut und nun sollen in ihrer unmittelbaren Nähe riesige Windräder errichtet werden.
Ablehnung des Referenzertragsmodells:
Die BI lehnt das sogenannte Referenzertragsmodell, welches ohnehin im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD „ auf den Prüfstand gestellt“ wird, ab. Dieses Modell subventioniert windschwächere Standorte durch höhere Einspeisevergütungen, was die Wirtschaftlichkeit der Anlagen in der Region künstlich hochrechnet und zu Lasten der Stromkunden geht. Das Referenzertragsmodell fördert Windräder, die eigentlich nie hätten gebaut werden dürfen. Die Rechnung ist also simpel: Je schlechter der Wind weht, desto mehr Geld gibt´s vom Staat. Die wahren finanziellen Profiteure sind die Projektierer und die Grundstücksbesitzer die Ihre Wälder für eine hohe Pacht pro Windrad und Jahr zur Verfügung stellen.
Alternative Standorte statt Naturzerstörung
Die Bürgerinitiative stellt klar: Die primäre Alternative zur Windkraftanlagen im Wald ist nicht der Strom aus Atomkraftwerken oder aus Braunkohle. Die primären Alternativen sind Windkraftanlagen an anderen Orten, wo kein Wald abgeholzt werden muss, oder der Ausbau von Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen.
Die Bürgerinitiative „ Eisiger Wind Landkreis Cham“ fordert die politisch Verantwortlichen im Landkreis und auf Landesebene auf, die aktuellen Planungen zu stoppen. Sie lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu ihren nächsten Informationsveranstaltungen ein.

